Festival mit Neuer Musik, Elektronik,
Bands, Literatur und Installationen.

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Wir danken allen Beteiligten, Helfern und Förderern von klub katarakt 31, ohne die das Festival nicht möglich gewesen wäre!
Am 6. März 2010 von 20:00 bis 23:00 Uhr wird die Redaktion für bürgerliche Kunstmusik des FSK (UKW 93,0) über das diesjährige Festival berichten.
Wer den grandiosen Abschluß des Festivals mit Boyds Electric Guitar Orchestra am Ende der Langen Nacht verpasst hat, kann sich dieses Spektakel
dank Olve Strelow jetzt auf youtube anschauen. Hier die links:


Robert Engelbrecht - Rote Flora (2009)
Rhys Chatham - Guitar Trio (1977)

Viel Spaß !





klub katarakt 31
Festival 2010
20.–23.1. 2010


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klub katarakt, das Hamburger Festival für Neue Musik und Anderes, sucht dieses Jahr
"Das Nahe und das Ferne" in der Welt der Klänge. Gemeinsam mit diversen Ensembles,
Videofilmern, Popmusikern und Performern sowie dem amerikanischen Cellisten Charles Curtis
werden Distanzen vermessen – im Kopf und im Konzertsaal.

Drama der Distanzen
Mi, 20.1. / 19:30 Eröffnung: Drama der Distanzen / 21.00 opera silens: Neurovisions: Lieder vom Gewinn
15 Euro (erm. 8,- Euro)
Drama der Distanzen", die Eröffnung des Festivals, ist eine Collage für wanderndes Publikum in
abgedunkelten Sälen. Wie weit voneinander entfernt liegen Noise, Tango und finnische Chormusik?
Wo findet man Cage, Kagel und die chinesische Sheng?
klub katarakt freut sich, anschließend die
Premiere von opera silens präsentieren zu können. Der Abend endet dann ganz hiesig mit
einer Premierenfeier im Festivalklub.

Mit: Nelly Boyd, Hannes Wienert, Moxi Beidenegl, Kammerchor Altona (Ltg. Uschi Krosch),
Ensemble Tangente, Dirk Donau, Ignacio Mendez u.a.

Das Nahe und das Ferne
Do, 21.1.10 / 19:30 "Récitations" / 21:00 "Das Nahe und das Ferne"
15 Euro (erm. 8,- Euro)
Die Sängerin Frauke Aulbert und der französische Pianist Yannael Quenel interpretieren in der
Konzertinstallation "Recitations" die musikalischen Szenerien des griechischen Komponisten Georges Aperghis:
Eine Stunde voller Geheimnisse und Wunder.
Anschließend kommt es zur Nacht der Entscheidung zwischen zwei Hamburger Streichensembles: Im Konzert
"Das Nahe und das Ferne" zeigen das klassische Nathan-Quartett und das Jazzquintett "The G-Strings",
was Geigen können. Mit Stücken von Miles Davis, Dvorak, Duke Ellington, Gubaidulina, Kurtag, Paidere, Pintev u.a.



La Monte Young "To be held for a long time"
Fr, 22.1. / 19:00 Charles Curtis solo / 21:00 La Monte Young: Composition 1960 #7
15 Euro (erm. 8,- Euro)
"To be held for a long time" ist die Anweisung La Monte Youngs für die beiden Töne seiner "Composition 1960 #7".
Wie Charles Curtis, Reynard Rott und das Hamburger Ensemble Nelly Boyd diese Anweisung der US-amerikanischen Legende
zum 50. Geburtstag von "#7" interpretieren, werden wir hören: Nachtkonzert open end!
In seinem Solorecital präsentiert Ausnahmecellist Curtis am frühen Abend graphische Kompositionen von Morton Feldman,
eine eigens für ihn geschriebene Komposition von Alvin Lucier und Werke von Tobias Hume und Guillaume de Machaut.

klub katarakt: Lange Nacht
Neue Kompositionen des katarakt-Netzwerks und Filme vom 25. KurzFilmFestival HH
Sa, 23.1. / 20:00 - 02:00
15 Euro (erm. 8,- Euro)
Komponisten und Musiker von nah und fern, allerneueste Produktion, dazu aktuelle Filmkunst.
Stücke von Moxi Beidenegl, Rhys Chatham, Sascha Demand, Robert Engelbrecht,
Ignacio Fernández Bollo, Nathalie Feyyen Herres, boris d hegenbart-matsui, Peter Imig,
Helmut Lachenmann, Thomas Leboeg, Ignacio Mendez, Donghee Nam, Konstantina Orlandatou,
Charly Schöppner, Lisa Valerie Streich


20.–23.1. 2010
Kampnagel, KMH, Jarrestrasse 20, 22303 Hamburg
Tickets:
15,- Euro (erm. 8,- Euro),
Festivalpass: 50,- Euro
www.kampnagel.de

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klub katarakt präsentiert in Kooperation mit Nelly Boyd, TonArt e.V.
und kunst altonale

Terry Riley _ In C (1964)
Katrin Bethge _ Lichtinstallation

19.2.09
21 Uhr
Tickets:
Haus 73, Saal (1. Stock)
Schulterblatt 73, 20357 Hamburg
Eintritt: 8,-/5,- Euro

Das Stück gilt als früher radikaler Versuch, Formalismen beim
Musizieren aufzulösen und Musiker aus Ihrer Rolle als passive, "nur"
ausführende Künstler unter der Leitung eines Dirigenten herauszuführen
und Hierarchien beim Musizieren abzuschaffen. Das Stück ist von
indischer Musik und von Praktiken der Jazz- und Rockmusik beeinflusst.
Es kann als Urform heutiger Lounge-, Sample-, oder populärer
elektronischer Musik gehört werden.

Das Musiker stammen u. a. aus den Hamburger Ensembles
klub katarakt,
Nelly Boyd Kreis und TonArt e.V. und haben sich speziell für die
fortlaufende Arbeit an In C zusammengefunden. Die Ensembles haben ein
aktives Interesse an der Musik zeitgenössischer US-amerikanischer
Komponisten: der Nelly-Boyd-Kreis hat Aufführungen von Werken von John
Cage, Alvin Lucier, Phill Niblock usw. realisiert,
klub katarakt
präsentierte Werke von Steve Reich, Terry Riley und Morton Feldman.
Nach einer ersten Version im November 2005 für das
klub katarakt
Festival im Kulturforum Altona und umjubelten Aufführungen während des
Festivals blurred edges 2006, im Haus 73 und im Rahmen der kunst
altonale 2008 lässt sich nun eine weitere Station in der Entwicklung und
Verfeinerung einer "Hamburger Version", dieses wegweisenden Minimal
Music-Klassikers erleben.

Katrin Bethge entwickelt zur Musik von 20 MusikerInnen in einem
gemeinsamen Prozeß eine raumbezogene, bewegte Lichtinstallation. Die
entstehenden Atmosphären sind vom Zufall gesteuert und spielen zugleich
mit ihm.
Eine Koproduktion von
klub katarakt, Nelly Boyd, TonArt e.V. und
/kunst altonale

Gefördert von

mit
Frauke Aulbert,
Stimme
Tim Beger,
Sopransax
Dirk Dhonau,
Vibraphon
Jan Dvorak,
Fender Rhodes
Robert Engelbrecht,
E-Gitarre
Jan Feddersen,
Klavier
Arturo Grolimund,
Flöte
Julia Henning,
Stimme
Jörg Hochapfel,
Keyboard
Georgia Hoppe,
Klarinette
Jutta Hoppe,
Violine
Peter Imig,
Violine
Nikola Kruse,
Violine
Uschi Krosch,
Vibraphon
Birgit Maschke,
Violine
Ignacio Mendez,
E-Gitarre
Donghee Nam,
Keyboard
Thomas Österheld,
Sopransax
Gino Romero Ramirez,
Violine
Krischa Weber,
Cello

Jens Röhm,
Ton
Katrin Bethge,
Lichtinstallation






klub katarakt 29
Festival 2009
14.–17. Januar 2009


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klub katarakt öffnet "Die Pforten der Wahrnehmung" vom 14. bis 17. Januar 2009 in der
Hamburger Kampnagelfabrik. Im gleichnamigen Buch berichtete Aldous Huxley 1954 von seinen
Drogenerfahrungen. Seitdem ist das Thema Wahrnehmungserweiterung aus Kunst und Psychologie
nicht mehr wegzudenken.
klub katarakt präsentiert daher Werke und Programme, die sich von der puren Vernunft lossagen
und zum Erleben des Irrationalen, Unkontrollierten einladen.
Zu Gast ist diesmal die amerikanische Minimalismus-Legende Alvin Lucier (*1931) mit Portraitkonzerten,
Installationen und Workshops. Die Hamburger Band "Kante" spielt ein rares Instrumental-Konzert, das
sie immer schon einmal spielen wollte, und Thomas Fiedler inszeniert die "Canti del capricorno" des
geheimnisumwitterten Italieners Giacinto Scelsi. Zwischen den Programmen und innerhalb der "Langen Nacht"
mit Highlights aus dem katarakt-Netzwerk werden experimentelle Filme vom KurzFilmFestival gezeigt.


14.-17. Januar 2009
Kampnagel, KMH, Jarrestrasse 20, 22303 Hamburg
Tickets:
15,- Euro (erm. 8,- Euro),
Festivalpass: 50,- Euro
www.kampnagel.de

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Alvin Lucier (Foto: Amanda Lucier)



Nelly Boyd in Aktion






klub katarakt 28
Terry Riley: In C (1964)
Installation von Cecile Noldus (2008)


53 kleine musikalische Pattern, notiert auf einer einzigen Seite, wurden seit 1964 zu einem
der bahnbrechenden Stücke der „minimal“-Bewegung. Riley betrachtete ,In C’ als
gruppendynamischen Prozess, „in dem alle Beteiligten die Form des Endergebnisses zu bestimmen hatten.“

Auf die Klänge von ,In C’ und speziell für die Räumlichkeit der Christianskirche
entwickelt Cecile Noldus große Zeichenmobiles.


Sonntag, 8. Juni 2008
Vernissage 19.00
Konzert 20.00
10,- / 7,- Euro

FORUM NEUE MUSIK
in der Christianskirche am Klopstockplatz

Vorbestellung:
klubkatarakt@gmx.net

Mit:
Frauke Aulberg, Moxi Beidenegl, Tim Berger, Dirk Dhonau, Jan Dvorak, Robert Engelbrecht, Jan Feddersen,
Nikolaus Gerszewski, Arturo Raffaele Grolimund, Julia Henning, Jörg Hochapfel, Georgia Hoppe,
Jutta Hoppe, Peter Imig, Nikola Kruse, Uschi Krosch, Heiner Metzger, Ulrich Kojo Wendt,
Birgit Maschke, Ignacio Mendez, Donghee Nam, Thomas Österheld, Gino Romero Ramirez, Winfried Stegmann,
Krischa Weber

Eine Kooperation der Ensembles klub katarakt export, Nelly Boyd Kreis, TonArt e.V.
und MusikerInnen der freien Szene

Gefördert von: Bezirksamt Altona, kunst altonale
Medienpartner: FSK




klub katarakt 27
Festival 2008


vom 23.–25. Januar 2008
jeweils ab 19:30 Uhr im Haus 73 (Schulterblatt 73)
Eintritt (Tageskarte) 12,-/10,- Euro

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Portraitkonzert der Bach-Preis-Stipendiaten 2007

RUTA PAIDERE JAN DVORAK JAN FEDDERSEN


Dienstag, 20. November 2007
20:00 Uhr Opera Stabile
12/8 Euro


Ensemble Resonanz

Julia Botschovskaja, Klavier
Larissa Neudert, Sopran
Turo Grolimund, Flöte
Christoph Müske, Schlagzeug
Hans-Jörg Winterberg, Klarinette


PROGRAMM

RUTA PAIDERE (1977)
5 Konjugationen eines Händel-Themas (2004)
für Klavier solo

Ledus Laiks (2007)
für Violine, Viola, Cello, Flöte, Klarinette

Absences (2007) UA
Für Sopran und präpariertes Klavier


JAN DVORAK (1971)

Neues Werk für 9 Streicher (2007) UA


JAN FEDDERSEN (1966)

timpani and piano (1995/96)

Neues Werk für 9 Streicher (2007) UA



Jan Dvorak und Jan Feddersen sind für ihre Arbeit im klub katarakt mit dem mit 2.500 Euro dotierten Bach-Preis-Stipendium 2007 ausgezeichnet worden.

Die Übergabe des Bach-Preises an Sofia Gubaidulina fand am 6. Februar 2007 im Anschluss an das Konzert der Kremerata Baltica unter der Leitung von Gidon Kremer in der Laeiszhalle statt.

Der Bach-Preis wurde 1950 von Senat und Bürgerschaft der Hansestadt Hamburg gestiftet. Er wird alle vier Jahre verliehen. Vorherige Preisträger sind u. a. Paul Hindemith (1951), Ernst Krenek (1966), György Ligeti (1975), Alfred Schnittke (1992) und zuletzt Adriana Hölszky (2003). Zusammen mit dem Bach-Preis werden jeweils zwei Bach-Preis-Stipendien an jüngere Komponisten verliehen.
Der diesjährigen Jury gehörten an: Marlis Adjanor, Dr. Christoph Becher, Prof. Dr. Reinhard Flender, Prof. Elmar Lampson, Prof. Dr. Albrecht Schneider, Christoph Schoener und Dr. Margarete Zander.

Wir freuen uns!



Jan Dvorák wurde 1971 in Hamburg geboren. 1993-99 studierte er Komposition und Theorie an der Musikhochschule sowie Musikwissenschaft an den Universitäten von Hamburg und Wien; 1998 nahm er ein ergänzendes Dirigierstudium auf. Von 2002 bis 2005 war Jan Dvorák Leitender Musikdramaturg am Staatstheater Meiningen. Im Zentrum seiner Arbeit stehen gattungsübergreifende Konzeptionen und Kompositionen zwischen Neuer Musik, Theater und Installation. Aufführungen seiner Kompositionen und Projekte fanden unter eigener und fremder Leitung u.a. in Deutschland, Österreich, Dänemark oder Tschechien statt.
www.jan-dvorak.de


Jan Feddersen studierte Komposition in Hamburg, Glasgow und New York. Für seine Kompositionen erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter den 1. Preis der Sommerlichen Musiktage Hitzacker 1996 und den New Yorker Nicolas Flagello Award 1998. Im Jahr 1999 war er Composer in residence am Center for Contemporary Art in Glasgow, 2001 Stipendiat der Stiftung Kulturfonds Berlin, im November 2003 wurde er mit seinen Kompositionen zum 8. Festival de musica contemporánea in Bogota, Kolumbien, eingeladen, 2005 war er als Gast des Goetheinstituts auf Konzertreise in Chile. Seine Kompositionen werden in Europa, Südamerika und den USA aufgeführt. Er lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin.


INTERVIEW

Musik als handelndes Element

Sie arbeiten mit Mixturen live und elektronisch produzierter Kammer-
und Popmusik und fürchten den barocken Übervater nicht:
Die Komponisten Jan Dvorak und Jan Feddersen, vereint im »Klub Katarakt«,
haben das Stipendium des Hamburger Bach-Preises bekommen

taz: Herr Dvorak, wo verortet sich der »Klub Katarakt« musikalisch?
Jan Dvorak: Katarakt umfasst zwei Facetten: das aus Jan Feddersen und mir bestehende Komponistenduo sowie ein Netzwerk von Künstlern verschiedener Sparten, die gemeinsam Aufführungen gestalten.

Deren Machart?
In unseren Konzerten stehen sowohl Komponisten als auch Interpreten im Zentrum; manchmal kommt ein Lichtdesign dazu. Meist wird Neue Musik gespielt, gelegentlich aber auch experimentelle Popmusik.

Wie arbeiten Sie als Komponistenduo zusammen?
Wir spielen in den Stücken des andern mit oder dirigieren sie und wir organisieren Konzerte.

Für welche Instrumente schreiben Sie?
Für das klassische Instrumentarium, ergänzt um Instrumente aus der Popwelt. Hinzu kommen elektronisch produzierte Zuspielungen, die Kombinationen mit live gespielten Instrumenten eingehen.

Welche Gattungen bieten Ihre Aufführungen?
Konzerte und Genre-Mixturen. Einmal habe ich zum Beispiel ein Musiktheater-Projekt inszeniert - eine Kombination aus Schauspiel und Lesung, kombiniert mit Kammermusik und elektronischen Zuspielungen. Ich suche nach Formen, bei denen die Musik nicht nur Zuträgerin einer Handlung ist, sondern handelndes Element wird.

Wodurch wird sie das?
Dadurch, dass man die Gewichtung verändert, konzertanten Elementen viel Raum einräumt und von narrativen Strukturen abweicht.

Eine Art Collage?
Kann man sagen. Die szenische Collage als komponierte Form.

Ist Ihr Ideal die Stimmigkeit von Musik und Text?
Ich muss zugeben, dass mich Stimmigkeit sehr interessiert. In der zeitgenössischen Kunst wird ja viel mit Kontrasten gearbeitet. Mich haben aber immer auch monochrome Zugänge interessiert. Das Verschmelzen verschiedener Elemente.

Ein gelungenes Beispiel?
Bei einem Ovid-Projekt, das wir einmal gemacht haben, war irgendwann der Punkt erreicht, an dem die Stimmen und Aktionen der Schauspieler mit der Musik eine Einheit eingingen, sodass man Ursache und Wirkung nicht mehr unterscheiden konnte.

Wie das?
Die Schauspieler sprachen Ovid. Dazu gab es eine orchestrale Zuspielung. Gleichzeitig wurde alles, was auf der Bühne geschah, verstärkt, auch die Geräusche der Schauspieler. So konnte man nicht mehr unterscheiden, ob ein Geräusch live von einem Schauspieler oder vom Band stammte. Das ist so, als ob man ein Musikstück hört und es wie eine Landschaft empfindet, in der man herumspazieren kann.

Sie haben gerade das Bachpreis-Stipendium bekommen. Was interessiert Sie an Bach?
Die Präludien. Und dort insbesondere der Moment, in dem sich in der ständig variierten Wiederholung des Gleichen die Zeitwahrnehmung verändert. Wie bei dem C-Dur-Präludium, bei dem geradezu stur dieselbe Folge wiederholt, aber immer um einzelne Töne verändert wird, sodass trotzdem ein großer Spannungsbogen entsteht.

Sehen Sie darin etwas Serielles?
Ja. Wobei mich vor allem die winzigen Veränderungen interessieren, die neue Harmonien ermöglichen. Aber die müssen sich entwickeln. Wie eine feine Spur.


INTERVIEW: PETRA SCHELLEN
taz Nord vom 23.1.2007